Bilder des Herzens

»Buntheit des Lebens« heißt eines der Acrylbilder von Luzia Honeder. Farbenfroh sind sie allemal, die Motive der spirituellen Malerin aus Linz, und thematisch vielfältig außerdem. Seit 2002 malt Luzia heilsame Herzensbilder, die bewegen, verändern und berühren. Die Bilder arbeiten mit dem Betrachter, jedes widmet sich einem anderen Thema. Sie tragen so wundervolle Titel wie »Das Leben hält mich sanft«, »Bei mir«, »Beschützt« oder »Hinein ins Neue«.

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Von Herzen kommen nicht nur Luzias Bilder, herzlich ist auch unser Gespräch in ihrer Wohnung, die ihr gleichzeitig als Atelier dient. Kleine und große Bilder unterschiedlichen Formats schmücken die Wände; vorwiegend in kräftigen Grün-, Blau-, Rot- und Gelbtönen gehalten, dort und da findet sich auch ein violettes Motiv. Wir nehmen Platz inmitten der kleinen Galerie. Es gibt Kaffee und Kuchen. Luzia präsentiert und bespricht ein Bild nach dem anderen mit mir, wie bei ihren Vorträgen. Schnell reagiere ich auf die Motive, Themen kommen hoch, werden mir bewusst. So unterhalten wir uns nicht nur über Luzias Arbeit, sondern führen ein sehr persönliches Gespräch. Manche Bilder sprechen mich sofort an, andere weniger oder überhaupt nicht. »Wenn dir ein Motiv gar nicht gefällt, hat das auch oft was zu bedeuten«, meint Luzia, wählt intuitiv eines ihrer Bilder aus und stellt es vor mich auf den Tisch. Für mich haben alle etwas Fließendes an sich, gleichzeitig laden sie ein inne zu halten, machen mich ruhig. Bei genauerem Betrachten sehe ich, dass die meisten Bilder sehr viele Schichten haben. Luzia erzählt mir, dass manche einige Tage liegen und sich dann nochmal völlig verändern.

Den Entstehungsprozess der Herzensbilder beschreibt die Malerin so: »Ich nehme beim Malen meine Persönlichkeit stark zurück und vertraue darauf, dass genau das Bild entsteht, das gebraucht wird und in dem Augenblick Gestalt annehmen möchte. Da ist noch eine andere Kraft, die wirkt. Manchmal sehe ich Farben, manchmal weiß ich worum es geht, am Ende kenne ich das Thema immer. Es ist ein sehr intuitiver Prozess. Ich kann immer malen, es geht mir meistens sehr leicht von der Hand, hin und wieder stehe ich sogar nachts auf.« Obwohl es nicht ihre eigenen Gefühle sind, die sie in den Bildern verarbeitet, löst doch ein jedes auch in der Malerin einen heilsamen Prozess aus. Sie vertraut darauf, dass ihre Bilder den richtigen Besitzer finden.

Die Bilder des Herzens gibt es in den unterschiedlichsten Größen – vom handlichen Scheckkartenformat mit kleiner Staffelei zum Aufstellen bis zum großen Wandbild, oder als Stehkalender. Luzia malt auf Wunsch auch Bilder speziell für Menschen, Themen oder Räume. In Unternehmen sorgen sie zum Beispiel in Büros und Besprechungsräumen für ein angenehmes Arbeitsklima. Die kleinen Herzensbilder verwendet Luzia außerdem bei Systemaufstellungen, die sie in Einzel- und Gruppensettings anbietet. »Meine Bilder sprechen die Gefühlsebene an und lösen dadurch positive Veränderungsprozesse aus. Sie bringen Themen ins Bewusstsein, die erkannt und bearbeitet werden möchten. Sie sind als Hilfestellung zur persönlichen Weiterentwicklung gedacht. Die Bilder bringen die Menschen wieder in ihre Mitte. Sie schaffen eine Wohlfühlatmosphäre und entfalten ihre Wirkung auch in der Stille«, beschreibt Luzia abschließend die heilsame Wirkung ihrer Bilder des Herzens.

www.bilderdesherzens.at

Eine illustrative Reise in die Natur

Als ich das Atelier der Illustratorin Mariana Nikolai Pacheva in der Linzer Goethestraße betrete, habe ich das Gefühl in eine eigene kleine Welt einzutauchen. Es ist, als ob man ein Stück Natur inmitten der Stadt betritt, sobald man die Tür schließt und den Lärm der vorbeifahrenden Autos hinter sich lässt.

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Das liegt wohl an den vielen botanischen Illustrationen, die den Raum zieren, liebevoll dekoriert mit Blumen, Ästen und anderen Schätzen der Natur. Auch die geschmackvoll kombinierten Möbel mit Geschichte tragen ihren Teil zum besonderen Flair des Raumes bei. Die quadratischen Erkennungsbilder auf der alten Schulgarderobe versetzen mich sofort zurück in meine Kindheit. Ich überlege welche Illustration meinen Platz damals gekennzeichnet hat – ist aber zu lange aus, als dass ich mich erinnern könnte.

Mariana zaubert botanische Illustrationen auf Papier, am liebsten mit Aquarellfarben. Neben Bildern entstehen daraus Grußkarten, Geschenkpapier, Anhänger und andere Papeterieprodukte. »Meine Bilder sind ein Stück Natur, die man sich mitnimmt. Sie sind luftig, natürlich und sollen Licht und Atmosphäre in einen Raum bringen, ihn mit einem Luftzug erfüllen«, erklärt mir Mariana. Ich lächle, das beschreibt genau mein Gefühl beim Betreten des Ateliers.

Inspirationsquelle für ihre Illustrationen ist augenscheinlich die Natur. »Botanik ist eine Liebe von mir«, sagt Mariana, »Dasitzen und Blättchen malen ist wie Meditation für mich.« So findet man sie häufig in ihrem Garten am Stadtrand von Linz, wo sie Pflanzen mit viel Liebe aufzieht und illustriert. Aber nicht nur dort sind Skizzenbuch und Aquarellkasten immer dabei, auch auf Reisen sind sie ihre treuen Begleiter.

Die Illustratorin hat Malerei an der Kunstuniversität Linz studiert. Damals bekam sie immer zu hören, sie male viel zu illustrativ, zu erzählerisch. Heute weiß sie, dass genau diese Liebe zum Detail ihre Stärke ist und ihre Arbeiten ausmacht. Seit einem Jahr widmet sie sich ihrer absoluten Leidenschaft, der Malerei, hauptberuflich. Davor führte sie ihr beruflicher Weg als Kostümassistenz ans Landestheater Linz, dann an die Volksoper Wien. Später gestaltete sie als Stylistin ästhetische Produktarrangements für Fotoaufnahmen, so zum Beispiel für Servus.

»Aus der Zeit als Stylistin weiß ich, dass es einfach dauert bis man an die Jobs kommt, die wirklich interessant sind für einen. Ich bin absolut zuversichtlich, dass das bei der Malerei auch so sein wird, weil ich mit Herz dabei bin«, erzählt sie mir völlig überzeugt und mit funkelnden Augen, ich kann ihre Leidenschaft richtig spüren. Eines Tages möchte Mariana auch Kinderbücher illustrieren. In ihrer Schublade verstecken sich schon Arbeiten in diese Richtung, lässt sie durchblicken, die sind aber vorerst noch nicht für unsere Augen bestimmt. Ich bin schon sehr gespannt was hier Feines am Entstehen ist und wohin die illustrative Reise geht.

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Die Liebe zum Handgeschriebenen

Papier und Stift, mehr braucht Katrin Hofstadler nicht um Buchstaben und Worte in wahre Kunstwerke zu verwandeln. Mit der Feinen Schreiberei hat sich die Puchenauerin auf Brush und Hand Lettering spezialisiert. Sie schmückt Papier, Wände, Holz, Glas und Tafeln mit Zitaten und Sprüchen, gestaltet Firmenlogos und Hochzeitspapeterie. Im Herbst war ich zu Besuch bei Katrin, wir unterhielten uns über Selbständigkeit, Inspiration und ihre Arbeit.

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Alles nahm seinen Anfang mit der Planung der eigenen Hochzeit. Auf Instagram und Pinterest stieß Katrin auf den Letteringtrend und dachte sich: »Das kann ja nicht so schwer sein.« Voll motiviert startete sie ihre ersten Schreibversuche und stellte schnell fest: so einfach aber auch nicht. Aus dem Gestalten der eigenen Hochzeitspapeterie wurde nichts, jedoch entdeckte sie die Freude am Lettern und übte fleißig weiter. »Am Anfang heißt es einfach Geduld haben und üben, üben, üben. Jeden Tag den Stift ein wenig in die Hand nehmen und dran bleiben, ausprobieren und mutig sein«, rät sie heute auch den Teilnehmerinnen ihrer Brush Lettering Workshops. Ihr Wissen gibt Katrin besonders gerne in Basis- und Aufbaukursen weiter, aktuell in Puchenau, Linz, Salzburg und Wien. Tipps und Tricks verrät sie auch auf ihrem Blog.

»Das Wundervolle am Lettering ist für mich die kurzzeitige Loslösung von der digitalen Welt, die Besinnung auf Stift und Papier, die Haptik, der Geruch der Tinte und letztendlich auch, etwas zu erschaffen und stolz in Händen zu halten. Ich wollte mich vom Gedanken der Perfektion lösen und habe so große Freude an der Imperfektion gefunden. Schön muss nicht perfekt sein. Kleine Fehler wie zum Beispiel nicht ganz gerade Linien, machen diese handgeschriebenen Buchstaben zu kleinen Kunstwerken«, sagt Katrin. Das alles sind Gründe, warum sie sich so lange gegen das digitale Lettern wehrte. Irgendwann wurde ihr das Digitalisieren der Arbeiten aber zu aufwendig und sie entschloss sich dem iPad doch eine Chance zu geben. Heute macht ihr beides Freude. Besonders für ihre Social Media Aktivitäten möchte sie das digitale Lettern nicht mehr missen. Es spart Zeit und dämmt den Papierverbrauch ein. Instagram, Facebook und Co. sind wichtige Marketingtools für die Feine Schreiberei, die meisten Aufträge ergeben sich aufgrund der Onlinepräsenz. »Auch wenn Social Media nicht nur positive Seiten hat«, weiß Katrin aus eigener Erfahrung, »Es verleitet dazu, sich mit anderen zu vergleichen, anstatt den eigenen Fortschritt zu sehen. Auch Bildklau ist ein Thema. Außerdem hat man das Gefühl ständig posten zu müssen.«

Generell findet es Katrin schwieriger hundertprozentig abzuschalten mit einem eigenen Unternehmen. Manchmal macht sich auch Angst breit, dass es nicht mehr laufen könnte, weil Brush Lettering ein massiver Trend ist, der jederzeit vorbei sein könnte. Derzeit streckt sie ihre Fühler nach einem zweiten Standbein aus. Trotzdem überwiegt die Freude an der Selbständigkeit:  »Dass ich jetzt selbständig bin, ist einfach passiert und ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit. Ich kann mir alles so einteilen, wie es für mich und meine Familie passt und habe die Möglichkeit bei meinen Kindern zu sein. Vorher habe ich als Krankenschwester gearbeitet. Ich liebe auch die Arbeit im sozialen Bereich, trotzdem war es mehr eine Kopfentscheidung für den sicheren Job. Ich war immer schon kreativ, jetzt kann ich diese Seite ausleben und nehme das mit solange es geht. Ich möchte mich weiterentwickeln, neue Chancen nützen. Es ist spannend wohin es geht, wo man landet.«

Was sie inspiriere und wie die vielen unterschiedlichen Schriftbilder entstehen, wollte ich zum Abschluss unseres Gesprächs wissen. »Die Inspiration kommt über Worte. Dinge, die ich lese oder Lieder, die ich höre. Die Schriftart wähle ich abhängig vom Inhalt. Wenn ich beginne einen Text zu schreiben, kenne ich die Anmutung. Ich habe eine Vorstellung vom Stil, das genaue Schriftbild entsteht aber erst beim Schreiben. Es ist wie ein Puzzle, ich schreibe die erste Zeile und schaue wie die nächsten dazu passen. Wenn es mit dem ersten Stift nicht so funktioniert wie ich möchte, versuche ich etwas Anderes, bis ich zufrieden bin mit dem Ergebnis. Es ist ein Herantasten. Ich habe Freude am Ausprobieren, am Spielen mit Worten und Buchstaben.“ Da spürt man sie wieder, die Liebe zum Handgeschriebenen.

https://www.feineschreiberei.at

Bilder wie Gedichte

Als ich bei Evalie Wagner ankomme bin ich ganz hin und weg von ihrem Sommeratelier. Im Troadkasten mit angrenzendem Schwimmteich und Bauerngarten voll bunter Blumen, Obst und Gemüse entstehen ihre Bilder. Es gibt frischgebackenen Apfel-Mandel-Kuchen, was für eine Begrüßung. „Das hab ich von der Mama. Wenn Gäste kommen, muss schon was Süßes auf den Tisch“, erzählt mir Evalie. Ich muss lachen – wie bei uns daheim. Am Ende habe ich sogar noch das Rezept eingeheimst.

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Beim Blick durch das Sommeratelier sticht mir Blau als vorherrschende Farbe ins Auge. „Das kann bald wieder anders aussehen, meine Serien sind sehr unterschiedlich. Ich experimentiere gerne, will mich nicht festlegen“, erklärt mir Evalie, „Mein Stil verschwimmt zwischen abstrakt und figurativ. Ich halte Dinge gerne vage, mag die Poetik des Ungefähren. Meine Bilder funktionieren wie Gedichte. Ich möchte dem Betrachter den Raum geben das Bild selbst zu interpretieren.“

In ihren Ausstellungen arbeitet Evalie vorwiegend mit Malerei und Installation. Ihre Bilder entstehen auf Holzplatte oder Leinwand, die sie mit Papier überzieht, mit Harz und Buchbinderleim bearbeitet und mit Ölfarbe bemalt. So bekommt jedes Kunstwerk eine interessante und ganz individuelle Haptik. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und seit 2009 in zahlreichen Ausstellung im In- und Ausland gezeigt, zuletzt in Valladolid, Ljubljana, Vaduz und Wien. Eines ihrer Bilder hängt sogar in New York. Evalie ist seit 2012 als selbständige Künstlerin tätig, sie arbeitet in Waizenkirchen und Graz. Zuvor studierte sie an der Kunstuniversität Linz.

Inspiration findet die Künstlerin weniger in Kunstausstellungen, sondern viel mehr in Konzerten und Büchern, oder im Alltag. Sie geht gerne Umwege, mag Assoziationsspiele mit Literatur, Floristik und Musik. So findet sich in ihren Ausstellungen neben dem Bild auch mal das Buch, das sie während der Entstehungsphase gelesen hat. Am liebsten stellt die Künstlerin in Räumen aus, die an sich schon besonders sind, gerne auch in Kooperation mit Kreativen aus anderen Bereichen. Evalie verfolgt immer eine konzeptionelle Annäherung an das Thema ihrer Serien. Skizzenbuch und Moodboards helfen ihr die Ideen festzuhalten und zu sortieren.

„Am Leben als Künstlerin mag ich die Abwechslung, ich sehe so viel Unterschiedliches, egal ob es andere Kulturen, Menschen, Lebensweisen oder Kunstwerke sind. Ich kann meine Talente leben, das tun, was mir leicht von der Hand geht und Freude macht.“ Selbständigkeit heißt für Evalie voll durchbeißen und dranbleiben, an sich selbst glauben, sich immer wieder aufraffen und dahinter sein, die Augen offen halten, Ideen haben, Chancen erkennen und nutzen. „Um voran zu kommen, muss ich meine Komfortzone verlassen. Immer wieder finde ich mich in neuen Situation. Das kann schon auch anstrengend sein und Angst machen, bringt aber immer viel Interessantes und Neues, vor allem Erfahrung und Weiterentwicklung.“

Was sie mit ihren Bildern beim Betrachter auslösen möchte, frage ich die Künstlerin abschließend. „Ich mag es, wenn ein Bild für den Besitzer mehr Bedeutung hat als nur Malerei. Auf einmal ist da jemand, den eines meiner Bilder berührt, für den es ganz besonders ist. Vielleicht löst es sogar etwas Unkonventionelles, einen Hauch von Unvernunft aus. Im Leben geht es schließlich darum Geschichten zu sammeln“, sagt Evalie, „Wenn meine Bilder Emotionen auslösen – auf welche Art auch immer – dann habe ich erreicht was ich wollte.“

www.evaliewagner.com

Sammerhof: Edle Brände aus dem Salzkammergut

Inmitten bewaldeter Hügel und Felder, mit Blick auf den Traunstein liegt der Sammerhof idyllisch in der Kirchhamer Ortschaft Kampesberg. Dort stellt Christian Brunner aus den Früchten der Natur edle Tropfen her. Bekannt ist der Brenner für seine Experimentierfreude und die große Sortenvielfalt mit über 80 verschiedenen Produkten. Neben traditionellen Sorten, wie Birne und Marille, verarbeitet Christian auch Blutorangen, Rote Rüben oder Bier zu schmackhaften Edelbränden. Traunstein-Gin und Traunstein-Whisky runden das Sortiment ab.

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Schnaps brennen hat am Sammerhof lange Tradition. Edle Brände werden hier seit den 1920er Jahren hergestellt. Christians Lebensgefährtin Ulli Reisenberger hat den Hof von ihrem Großvater Franz Miglbauer geerbt. Er zählte zu den führenden Schnapsbrennern Österreichs.

Ulli und Christian haben den Hof in den letzten Jahren renoviert und die Brennerei modernisiert. Im Frühjahr wurde der neue Produktionsbereich mit großzügigen Räumlichkeiten für die Obstverarbeitung, Maischebehandlung und Lagerung fertiggestellt. Seit Anfang des Jahres ist auch die neue Brennerei der Firma Holstein in Betrieb. Dort entstehen nach optimaler Vergärung der Maische die Edelbrände. Vollreife Früchte aus dem eigenen Obstgarten und der Region bilden die Grundlage dafür. Bei der händischen Endkontrolle ist Christian kompromisslos, nur die besten Zutaten sind gut genug für seine Produkte. Das Ziel sind harmonische Destillate, die in Duft und Geschmack die vollreife Frucht widerspiegeln.

In der modernen Kolonnenbrennerei wird die Maische langsam und aromaschonend im Wasserbad erhitzt um das vollkommene Aroma der vollreifen Früchte in edle Destillate umzuwandeln. Nach dem schonenden Brennvorgang wird das Herzstück jedes Destillats mehrere Monate bis Jahre gelagert, bevor es auf Trinkstärke eingestellt und abgefüllt wird. Die Lagerung ist wichtig für die Reifung der Destillate. Hier kommen sie zur Ruhe und werden zum Geschmackserlebnis.

Bei einer Edelbrandverkostung können Interessierte die Brennerei besichtigen und alles rund um die Kunst der Edelbrandherstellung erfahren – von der Pflege der Obstbäume über die Ernte und anschließende Vergärung bis hin zu Destillation und Lagerung.

www.sammerhof.at

Frühmorgens in Venedig

Es ist ein besonderes Gefühl alleine durch die leeren Gassen Venedigs zu spazieren. So früh am Morgen ist es auch auf den Kanälen noch ruhig. Hin und wieder begegne ich einem Lieferanten. Keine Spur vom hektischen Treiben, das untertags herrscht. Nur die Tauben sind schon wach.

Wenn die anderen Touristen schlafen, ist die beste Zeit für Fotos am Markusplatz. Um 6 Uhr früh finde ich mich am schönsten Festsaal Europas ein. In Gesellschaft von Straßenkehrern, Fotografen, Brautpaaren und vereinzelten Frühaufstehern bestaune ich die beeindruckenden Bauwerke. Sie werden von der morgendlichen Wolkenstimmung heute besonders schön in Szene gesetzt.

Am Rückweg ins Hotel wacht die Stadt schön langsam auf. Die ersten Gondeln werden bereit gemacht für die Rundfahrten, der Bootsverkehr am Canal Grande setzt ein, die Zahl der Fußgänger nimmt zu. Schon bald werden Kreuzfahrtschiffe, Tagesausflügler und Busgruppen aus aller Welt ankommen und der Touristentrubel beginnt von Neuem.